der zu den Priestern im Lande gehörte;
er hatte schon das Greisenalter erreicht
und war mit jeder Tugend im Leben geschmückt;
dieser hieß die Ältesten bei ihm von der Anrufung des heiligen Gottes abstehen
und betete selber also:
der du die ganze Schöpfung liebend leitest!
und auf des heiligen Jakob Kinder,
das Volk, das dein geheiligt Erbteil ist,
und das nun fremd in fremdem Lande
so ungerecht zugrunde geht, o Vater!
sich trotzig gottlos und voll Prahlereien überhob,
da hast du ihn samt seinen vielen Wagen
und samt dem übermütigen Heer ins Meer versenkt und umgebracht;
dagegen ließest du dem Volke Israel das Licht der Gnade scheinen.
auf seine ungezählten Scharen pochte
und sich bereits das ganze Land mit seinem Schwerte unterworfen hatte
und dann sich gegen deine heilige Stadt erhob
und lästerlich in prahlerischem Trotze redete,
da hast du ihn zerschmettert, Herr,
und dadurch vielen Völkern deine Macht geoffenbart.
dem Feuertod sich preis,
damit sie nicht den nichtigen Götzen dienen mußten;
du rettetest sie unversehrt bis auf das Haar,
da du mit Tau den feuerglühenden Ofen netztest
und gegen alle Feinde seine Flamme triebest.
den Löwen unterm Boden als ein Fraß für Tiere vorgeworfen;
du brachtest ihn ganz unverletzt ans Licht.
ein Jonas rettungslos dahin;
da zeigtest du ihn, Vater, all den seinen wieder unversehrt.
Erscheine eilends denen, die von Israels Geschlechte sind,
doch jetzt von den abscheulichen, verruchten Heiden
gar schwer mißhandelt werden!
so rett uns dennoch aus der Feinde Hand!
Dann aber, Herr, vernichte uns durch einen Tod, wie dir beliebt,
den eitlen Götzen danken wegen des Verderbens deiner Lieblinge
und sprechen:
„Es hat sie nicht einmal ihr Gott gerettet!“
du, Ewiger, sieh jetzt darein!
Erbarm dich unser,
die wir gar nach Verräterart
durch unvernünftigen Übermut der Frevler sterben sollen!
der du die Macht hast, Jakobs Stamm zu retten!
und daß du nicht dein Antlitz von uns abgewandt!
So, wie du sprachst:
„Ich übersehe sie auch nicht im Lande ihrer Feinde“,
so lasse es geschehen, Herr!
da zog der König mit den Tieren und dem ganzen Troß des Heeres
zu der Rennbahn her.
daß auch die umliegenden Täler widerhallten
und sie selbst beim ganzen Heer ein unerklärliches Zittern hervorriefen.
sein heiliges Antlitz scheinen
und öffnete die Himmelspforten.
Da stiegen daraus zwei lichtglänzende Engel
von furchtbarem Aussehen herab,
allen sichtbar, nur nicht den Juden.
erfüllten es mit Furcht und Schrecken
und banden es mit unbeweglichen Fesseln.
da ward sein grimmiger Trotz vergessen.
zertraten und vernichteten sie.
wegen seines früheren Planes.
stieß er, vor Zorn weinend,
gegen die Freunde heftige Drohungen aus und sprach:
und übertrafet Tyrannen an Grausamkeit
und schon plant ihr,
mich selbst, euren Wohltäter, der Herrschaft und des Lebens zu berauben,
indem ihr heimlich Dinge beschließet, die dem Reich nicht frommen.
und jeden grundlos hieher gebracht?
die sich von jeher durch gute Gesinnung gegen uns
vor allen Völkern in jeder Hinsicht auszeichneten
und gar oft die schlimmsten Gefahren, die je Menschen treffen, erduldeten?
Lasset sie im Frieden heimgehen
und bittet ihnen zuvor das Vorgefallene ab!
der seit unsern Vorfahren bis heute unserm Staate
ununterbrochen glanzvolles Gedeihen gab!
sie aber wurden sofort von den Fesseln befreit
und priesen, eben erst dem Tod entronnen, den heiligen Gott, ihren Retter.
und befahl ihm,
für sieben Tage den Juden Weine und Eßwaren zum Festmahl zu liefern;
denn er verordnete,
daß sie gerade an dem Ort ihres vermeintlichen Untergangs
in aller Fröhlichkeit ein Rettungsfest feiern sollten.
oder vielmehr schon einen Fuß darin hatten,
veranstalteten nun eine Rettungsfeier,
anstatt einem bittern und jämmerlichen Tod zu verfallen,
und verteilten voller Freuden den zu ihrem Fall und Grab bereitgestellten Raum
zu Lagerstätten bei dem Mahl.
und stimmten ein vaterländisches Lied an,
zum Preise des rettenden und wunderwirkenden Gottes.
Sie gaben alles Seufzen und Jammern auf
und veranstalteten Reigentänze
als Ausdruck der Freude über ihre gelungene Rettung.
eine ansehnliche Tischgesellschaft
und dankte unablässig, zum Himmel gewandt,
in hochfeierlicher Weise für seine wunderbare Rettung.
die Juden seien dem Verderben verfallen und würden den Vögeln zum Fraße dienen,
und hatten sie deshalb voll Freude aufgeschrieben.
Nun seufzten diese,
weil sie sich aufs tiefste über sich selbst schämten;
denn ihre feuerschnaubende Kühnheit war schimpflich ausgelöscht worden.
wie wir oben sagten, den vorerwähnten Reigentanz
und verbrachten die Zeit beim Mahl mit fröhlichen Dankliedern und Psalmen.
der für die ganze Zeit ihres Aufenthaltes in der Fremde
von Geschlecht zu Geschlecht gelten sollte;
sie setzten nämlich fest,
daß die vorgenannten Tage als fröhliches Fest zu feiern seien,
nicht des Trinkens und Schwelgens wegen,
sondern zur Erinnerung an ihre um Gottes willen erfolgte Rettung.
vom 25. Pachon bis zum 41. Epiphi;
drei Tage aber waren für ihre Vernichtung anberaumt,
die Zeit vom 5. bis 7. Epiphi.
in herrlicher Weise seine Barmherzigkeit
und rettete sie insgesamt unversehrt.
bis zum 14. Epiphi;
an diesem Tag wurden sie auch wegen ihrer Entlassung vorstellig.
und schrieb an die einzelnen städtischen Befehlshaber
den nachfolgenden Brief;
dieser gab in hochherziger Weise von seinen guten Absichten Kunde.