war er doch mit bitterm Zorn und Grimm erfüllt und ganz unbeugsam.
auf den kommenden Tag alle Elefanten, fünfhundert an der Zahl,
mit vielen Händen Weihrauch und sehr viel unvermischtem Wein zu tränken
und sie dann, Wild geworden durch den reichlich gespendeten Trank,
dem Schicksal der Juden entgegenzutreiben.
wozu er die größten Judenfeinde
unter seinen Freunden und Kriegern eingeladen hatte.
banden den Unseligen wieder die Hände
und trafen für sie alle Sicherheitsmaßregeln auf die Nacht,
weil sie glaubten,
daß das Volk auf einmal seinen Untergang finden sollte.
wegen der sie allseits umschließenden Fesseln und Banden
jedes Schutzes beraubt zu sein.
zu ihrem barmherzigen Gott und Vater,
ununterbrochen unter Tränen, indem sie ihn baten,
und sie durch eine herrliche Offenbarung
von dem unmittelbar drohenden Geschick erretten.
so daß sie mit reichlich gespendetem Wein angefüllt
und mit Weihrauch übersättigt wurden.
Frühmorgens ging er an den Hof, dem König Bericht darüber zu erstatten.
die bei Tag und Nacht durch den gnädigen Spender
allen, denen er will, zuteil wird, der Schlaf,
und von diesem sandte er ein gut Teil dem König.
von einem gar süßen und tiefen Schlaf festgehalten,
so daß er in seinem ruchlosen Vorhaben schwer getäuscht
und in seinem unabänderlichen Entschluß betrogen wurde.
sie priesen ihren heiligen Gott und baten wieder den leicht Versöhnlichen,
er möge den hochmütigen Heiden
die Stärke seiner allmächtigen Hand beweisen.
trat der mit den Einladungen Beauftragte herzu
und rüttelte den König auf,
weil er die große Zahl der Geladenen sah.
die Zeit für das Mahl sei schon verflossen;
dann erstattete er ihm darüber Bericht.
dann wandte er sich zum Trinkgelage
und forderte die zum Mahl Erschienenen auf,
sich ihm gegenüber zu lagern.
und das sie hoch ehrende Mahl mit Freuden zu genießen.
ließ der König den Hermon holen
und forschte ihn unter heftigen Drohungen aus,
weshalb die Juden an diesem Tag noch lebten.
daß der Befehl bei Nacht vollständig ausgeführt worden sei,
und die Freunde bezeugten es.
das hätten die Juden seinem heutigen Schlaf zu verdanken;
„aber setze bis Tagesanbruch die Elefanten
in gleicher Weise zur Vernichtung der verruchten Juden in Bereitschaft!“
dann gingen sie, jeder in sein Haus.
als zum Ersinnen von allerhand Verhöhnungen
für die vermeintlich Unglückseligen.
da schirrte Hermon die Tiere an
und reizte sie im großen Säulengang.
indem sie voll Ungeduld auf den Morgen wartete.
unter vielen Tränen und mit Klagetönen ihre Hände zum Himmel
und richteten die flehentliche Bitte an den höchsten Gott,
er möge wieder ihnen schleunigst helfen.
als der König schon seine Freunde empfing.
Da trat Hermon heran und mahnte zum Aufbruch,
indem er meldete,
daß des Königs Wunsch jetzt erfüllt werden könne.
ward er über den ungewöhnlichen Aufbruch betroffen;
es hatte ihn nämlich völliges Vergessen befallen,
und so fragte er,
was denn das sei, das für ihn so eifrig betrieben werde.
dieser hatte ihn nämlich seine frühern Pläne vergessen lassen.
„nach deinen ausdrücklichen Befehlen, König!“
ward ihm ja doch durch Gottes Vorsehung der Verstand völlig benommen;
er blickte ihn scharf an und sagte drohend:
so würde man sie den Tieren zum reichen Schmause vorwerfen
an Stelle der unschuldigen Juden,
die mir und meinen Vorfahren
in hervorragender Weise vollkommenste Treue hielten.
dann müßtest du statt ihrer sterben.
er zeigte sich auch in Blick und Haltung ganz bestürzt.
und sie schickten die versammelte Menge fort, jeden zu seinem Geschäft.
priesen sie Gott, den König der Könige, der seinen Ruhm kundgetan
und ihnen diese Hilfe hatte zuteil werden lassen.
und mahnte zu fröhlichem Treiben.
Wie oft muß man dir, Unseliger, noch Befehle geben?
und erklärten Folgendes:
als ob wir Narren wären?
Schon zum dritten Mal befiehlst du, sie zu vernichten.
Sollte es aber zur Ausführung kommen,
dann änderst du deinen Sinn und machst deinen Befehl rückgängig.
zahlreiche Aufläufe finden statt,
und so läuft sie oft Gefahr, geplündert zu werden.
er beachtete nicht mehr die Sinnesänderung,
die sich in ihm zugunsten der Juden vollzogen hatte,
sondern schwur einen kräftigen, aber fruchtlosen Eid,
er wolle sie ungesäumt durch der wilden Tiere Knien und Füße zerstampfen lassen
und so ins Grab senden.
und es aufs schnellste durch Feuer und Schwert dem Erdboden gleichmachen;
auch wollte er ihren Tempel, den wir nicht betreten durften, schleunigst niederbrennen
und ihn für allezeit von Opferern entleeren.
und stellten die Truppen an den passendsten Plätzen der Stadt als Wachen auf.
mit Weihrauch vermischten Wein zu trinken
und versetzte sie so in eine Art Raserei;
dann versah er sie noch mit fürchterlichen Werkzeugen.
mit unzählbaren Volksmassen gegen die Rennbahn hin.
Da ging er in den Palast und drängte den König zu der beabsichtigten Tat.
voller Wucht zu den Tieren hinaus,
entschlossen, mit hartem Herzen und offenen Augen
das elende und jämmerliche Ende der zuvor bezeichneten Juden anzusehen.
die sich von den das Tor durchziehenden Elefanten,
ihrer militärischen Begleitung und dem mitlaufenden Volk erhob.
und vernahmen den dröhnenden Lärm.
ihr letzter Augenblick sei gekommen
und das Ende der schrecklichsten Befürchtung;
so überließen sie sich dem Jammern und Wehklagen,
küßten einander, umarmten die Verwandten,
fielen sich gegenseitig um den Hals,
die Eltern den Kindern, die Mütter den Jungfrauen;
andere hatten noch an der Brust Neugeborene,
die eben die letzte Milch sogen.
und warfen sich einmütig auf den Boden,
hatten sie doch die früher vom Himmel her erfolgten Rettungstaten erlebt.
und flehten den Herrn über alle Macht an,
er möge sich doch durch eine Erscheinung ihrer erbarmen,
die schon an der Unterwelt Pforten stünden.