breitete die Hände aus
und betete in gelassener Ehrerbietung also:
du Heiliger der Heiligen, Alleinherrscher, Allmächtiger!
Acht doch auf uns, die wir von einem Unheiligen und Ruchlosen,
der nur auf Kühnheit und aus Stärke pocht,
gar schlimm bedrückt werden!
du bist ja ein gerechter Herrscher
und richtest, die in Frevelsinn und Übermut ein Werk vollbringen.
darunter auch die Riesen, die auf Kraft und Kühnheit sich verließen;
du ließest über sie ein unermeßlich Wasser kommen.
die Übermütiges verübt und allbekannt durch ihre Schandtat waren;
du stelltest sie als warnend Beispiel für die Nachwelt auf.
den prüftest du durch viele, mannigfache Plagen
und offenbartest also deine große Macht.
versenktest du ihn in des Meeres Tiefe;
die aber ihr Vertrauen auf dich, den Herrn der ganzen Schöpfung, setzten,
die führtest du ganz heil hindurch.
lobpriesen sie dich, den Allmächtigen.
erwähltest diese Stadt und heiligtest dir diese Stätte,
dir, der du nichts bedarfst,
und du verherrlichtest sie durch majestätische Erscheinungen,
indem du sie errichtetest
nur für die Ehre deines großen, hochgepriesenen Namens.
falls wir je abfielen und Not uns überkäme
und wir alsdann zu dieser Stätte kämen und hier beteten.
du wolltest unsere Gebete erhören.
und rettetest sie aus beträchtlichen Gefahren.
Wir werden unterdrückt um unserer vielen, großen Sünden willen;
wir unterlagen unsern Feinden
und sind gar schwach in unserer Ohnmacht.
die heilige Stätte zu beschimpfen,
die auf der Erde deines Namens Ruhm geweiht ist.
deswegen heiligtest du diese Stätte.
noch züchtige uns durch ihre unheiligen Werke,
daß sich die Gottlosen in ihrem Übermut nicht rühmen
und nicht mit ihrer frechen Zunge triumphierend sprechen:
gerade wie die Häuser der Scheusale!
und offenbar zu dieser Stunde dein Erbarmen!
Leg Lobgesänge denen in den Mund,
die da betrübten und zerschlagnen Herzens sind!
Ach, schaff uns Frieden?“
der Heilige der Heiligen, die gesetzmäßigen Gebete
und züchtigte den,
der sich in frechem Übermut gewaltig überhoben hatte.
daß er regungslos am Boden lag und, an den Gliedern gelähmt,
kein Wort mehr reden konnte.
So ward er vom gerechten Gericht getroffen.
daß ihn schnell und scharf die Strafe getroffen hatte,
fürchteten sie, daß es mit seinem Leben zu Ende gehe;
da zogen sie ihn in unmäßiger Angst schnell heraus.
aber er empfand trotz der Züchtigung keine Reue,
sondern zog unter heftigen Drohungen von dannen.
Denn er überließ sich
dem Einfluß der oben genannten Zechgenossen und Gefährten,
die sich von allen Rechten losgesagt hatten.
sondern ging in seiner Frechheit soweit,
daß er Verleumdungen an den Plätzen ausstreute.
So leisteten viele der Freunde, die auf des Königs Vorhaben achteten,
auch von selbst seinem Willen Folge.
So ließ er bei dem Turm am Palast eine Säule errichten
und eine Schrift darauf eingraben,
und daß alle Juden in die Listen des gemeinen Volkes einzutragen
und in den Sklavenstand zu versetzen seien;
die Widerstrebenden seien mit Gewalt herbeizuholen und des Lebens zu berauben.
mit einem Epheublatt, dem Dionysoszeichen, gebrandmarkt werden;
auch seien sie in die frühere beschränkte Stellung zu versetzen.
Falls einige von ihnen es vorzögen,
sich den in die Mysterien Eingeweihten beizugesellen,
dann sollten sie die gleichen Rechte
wie die alexandrinischen Bürger haben.
und so fügten sie sich ohne weiteres,
indem sie glaubten,
durch den künftigen Umgang mit dem König große Ehre zu erlangen.
und wichen nicht von ihrem Glauben.
Sie gaben Geld her, um ohne Furcht weiterleben zu können,
und versuchten, sich so vor der Eintragung zu retten.
und so verabscheuten sie ihre Abgefallenen
und betrachteten sie wie Volksfeinde und verweigerten ihnen
den gegenseitigen Verkehr und Umgang.