21. (290-305) Pakinnaka - Vermischtes

 

Piya - Angenehm

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(*f12) v. 277, 278 u. 279 sind die "drei Merkmale". Die Übersetzung von 279 entspricht dem Ausspruch Buddhas (MV 1, 6, 42, A.IV.177 u. a.): "Nichts gibt es in der Welt, wovon man mit Recht sagen könnte: dies ist mein, dies bin ich, dies ist mein Ich." -

Für "Ding" steht in den beiden ersten Versen "sankhāra", im letzten "dhamma"; der Unterschied liegt darin, daß Nirvana zwar ein dhamma, aber kein sankhāra ist; also sind "alle sankhāra" = "alle Dinge außer Nirvana, dagegen "alle dhamma" = "alles einschließlich Nirvana". - Die "drei Merkmale" soll man nicht nur verstehen, sondern "erkennend sehen" (pannyaya passati), d.h. "einsehen".


  • Pakinnaka - Vermischtes
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    (*290) 290
    Wenn bei Verzicht auf minderes Glück sich großes zeigt,
    Gibt für das große Glück der Weise minderes leicht.
     
    291
    Wer eig'nes Glück erstrebt auf Kosten fremder Leiden,
    Der ist in Haß verstrickt, kann Feindschaft nicht vermeiden.
     
    292
    Die Pflicht wird nicht erfüllt, man tut, was sich nicht schickt;
    So wird man immer mehr in Leidenschaft verstrickt.
     
    293
    Wer Einsicht in den Körper eifrig sich verschafft,
    Das Schlechte flieht und sich betätigt tugendhaft,
    Der, achtsam, wissensklar, wird frei von Leidenschaft.
     
    294
    Die Eltern und zwei Fürsten und im Reiche noch
    Das Volk erschlägt der Weise und bleibt schuldlos doch.
     
    295
    Die Eltern und zwei Fürsten und den Tigergleichen
    Erschlägt er, ohne doch vom Guten abzuweichen.

Dies sind zwei Rätsel; Auflösung laut Kommentar:

  • die Eltern = Lebensdrang und Ich-bin-Dünkel;
  • die beiden Fürsten = Glaube an eine unsterbliche Seele und Glaube an endgültige Vernichtung im Tode;
  • das Reich = die 6 Sinnesbereiche und ihre Objekte;
  • das Volk = das Lustbegehren; der Tigergleiche = der achtfache Pfad.

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    296
    Die Jünger Gotamas sind wahrlich recht erwacht,
    Des Buddha eingedenk bei Tage und bei Nacht.
     
    297 Die Jünger Gotamas sind wahrlich recht erwacht,
    Des Dhamma (Buddhalehre) eingedenk bei Tage und bei Nacht.
     
    298
    Die Jünger Gotamas sind wahrlich recht erwacht,
    Des Sangha (Bhikkhu-Orden) eingedenk bei Tage und bei Nacht.
     
    299
    Die Jünger Gotamas sind wahrlich recht erwacht,
    Des Körpers eingedenk bei Tage und bei Nacht.
    (Betrachtung über Entstehen und Vergehen des Körpers)
     
    300
    Die Jünger Gotamas sind wahrlich recht erwacht,
    Gewalttat meidend freu'n sie sich bei Tag und Nacht.
     
    301
    Die Jünger Gotamas sind wahrlich recht erwacht,
    Der Andacht freu'n sie sich bei Tage und bei Nacht.
     
    302
    Ein Mönch wird man nicht leicht; im Haus ist's auch beschwerlich;
    Oft stört die Nachbarschaft; das Wandern ist gefährlich;
    Drum wandre nicht und streb' nach Freiheit unaufhörlich!
     
    303
    Vertrauenswürdig, tugendhaft, berühmt und reich -
    Wer so ist, wird geehrt in jedem Lande gleich.
     
    304
    Die Guten leuchten weit, wie Hochgebirges Pracht;
    Die Schlechten sieht man nicht, wie Pfeile in der Nacht.
     
    305
    Allein mußt essen, wohnen, wandeln und allein
    Dich selbst erzieh'n; so wirst du wunschlos glücklich sein.
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